biographie und Autobiographie

Deutsch:

Aus meinem Leben. Autobiographische Zeugnisse, aus dem Russischen von Elke Kirsten, Münster 2017

Leo Zander: Vater Sergius Bulgakoff. In: Internationale Kirchliche Zeitschrift 36 (1946), 17–30.

Englisch:

Evtuhov, Catherine: The cross and the sickle. Sergei Bulgakov and the fate of Russian religious philosophy. Ithaca etc. 1997

Französisch:

Ma vie dans l'Orthodoxie. Notes autobiographiques. Traduction du russe par Irène Rovere-Sova et Mireille Rovere-Tsivikis. Genève 2015

Russisch:

Monachinja Elena (Kazimirčak-Polonskaja), Professor Protoierej Sergij Bulgakov (1871–1944), in: Bogoslovskie Trudy 27 (1986), 108-194

Akulinin, V. N.: S. N. Bulgakov: Vechi žizni i tvorčestva [S.N. Bulgakov. Wegzeichen des Lebens und Werks]. In: ders. (Hrsg.): Christianskij socializm (S. N. Bulgakov): Spory o sud'bach Rossii. Novosibirsk 1991, 5-24

Krylov, D. A.: Евхаристическая Чаша. Книга 1. О творческом пути и идеях С. Н. Булгакова. Чита 2000

Enzyklopädische Artikel

Stimmen zu Bulgakov

"Die Herausbildung einer richtigen bourgeois-liberalen Intelligencija schreitet bei uns mit Siebenmeilenschritten voran, insbesondere weil solch wankelmütige und für jeden modischen Windhauch des Opportunismus empfängliche Leute daran teilnehmen, wie die Herren Struve, Berdjaev, Bulgakov und K."
Vladimir Lenin, 1901
"Unser Atheismus ist in der Tat sehr leichtsinnig, und unsere Intelligencija verhält sich in der Tat infantil zu den Fragen der Religion. Herr Bulgakov sagt die Wahrheit.“
Georgij Plechanov, 1909
"Wir bringen etwas von der russischen religiösen Bewegung, wo alle Schichten beteiligt sind. Dafür habe ich meinen ehemaligen Collegen Prof. Bulgakoff (Moskau, Nationalökonom und einer der tiefsten Kenner des religiösen Lebens).
Vasilij Kandinsky
betr. "Blauer Reiter" an Franz Marc, 1911
"Prof. Bulgakow, dessen Buch „Ot socializmu k idealizmu“ (Vom Sozialismus zum Idealismus) [eigentlich: Vom Marxismus zum Idealismus, St. Petersburg 1903] s. Z. Berühmtheit erlangt hat als wichtigstes Dokument der Abwendung vom Marxismus, ist schriftstellerisch und als Gelehrter sehr hervorragend, seiner Weltanschauung nach Mystiker etwa Dostojewski’scher Färbung."
Max Weber, 1912
"Wie dünn und fadenscheinig die neuen Begründungen des Sozialismus waren, haben alle drei genannten Marxisten [Struve, Bulgakov, Tugan-Baranovskij] an ihrer Person bewiesen, indem sie dem Sozialismus alsbald, kaum dass sie ihn neu begründet hatten, den Rücken kehrten. Während die Massen in Russland mit Einsetzung ihres Lebens für die Ideale einer Gesellschaftsordnung kämpften, die dereinst den Zweck (den Menschen) über das Mittel (die Produktion) stellen soll, schlug sich 'das Individuum' in die Büsche und fand in Kant eine philosophische und ethische Beruhigung. Die legalen russischen Marxisten endeten praktisch, wo ihre theoretische Position sie hinführte: im Lager der bürgerlichen 'Harmonien'."
Rosa Luxemburg, 1913
[Neben Fürst Trubeckoj sass] "der auf den ersten Blick etwas einfältig erscheinende Professor Bulgakow, schon damals ein zäher, scharfer und tiefer Denker. Ich glaube, dass sein theologischer und religionsphilosophischer Beitrag zur Geistesgeschichte Russlands sich schließlich als bedeutender erweisen wird als das meiste seiner Zeitgenossen."
Fëdor Stepun, 1914
„Ich spüre sehr stark, dass Ihre Lage in der ‚geistigen‘, theologischen Welt einzigartig ist, und dass sie Ihnen kein Mensch nachempfinden kann, Sie sind vollkommen allein.“
Brief von Nikolaj Berdjaev an Sergej Bulgakov, 1929
"Mitleid für Bulgakov? Nein: er ist glücklich in einer Überfülle an Liebe und konkreter Freuden; er steht immer im Leben, auch wenn er in die ‚Wüste’ flieht, nur um dort wiederum Blumengärten um sich herum zu züchten."
Andrej Belyj, 1933
"Auch Bulgakovs System ist kein blosses Produkt des philosophischen Gedankens, sondern in demselben Masse ein Werk der schöpferischen Einbildungskraft. Es ist gleichfalls eine Dichtung, die durch die Hoheit ihrer Ideen und durch ihre äussere Gestaltung zur Bewunderung zwingt. Bulgakov operiert mit einer Terminologie und mit Begriffen, wie sie auch in der orthodoxen Dogmatik und in der Heiligen Schrift verwendet werden. Und doch fragt man sich: ob das noch wirklich die Lehre der Kirche ist, die Bulgakov in diese neue Form kleidet?"
Metropolit Sergij (Stragorodskij), 1935
 

"Großartig war auch dein heroischer Einsatz für die theologische Wissenschaft, und vielleicht liegt darin auch das Wichtigste in deinem Wirken. Es ist ein noch wenig gewürdigter Aspekt deiner Tätigkeit, die ihrer historischen Würdigung noch harrt. [...] Lieber Vater Sergij! Du warst ein christlicher Weiser, ein Kirchenlehrer im reinen und erhabenen Sinne des Wortes. Du warst erleuchtet vom Heiligen Geist, vom Geist der Weisheit, vom Geist der Einsicht, vom Tröster, dem du eines deiner gelehrten Werke gewidmet hast."

Metropolit Evlogij (Georgievskij), am Begräbnis S. Bulgakovs 1944
   "Le père Serge a posé les vraies questions, même si l'on ne peut accepter les réponses qu'il y a proposées."
Vladimir Losskij, 1958
"Si [...] son expérience "sophianique" non seulement est nécessaire, mais encore manifeste ce qu'il y a de plus important et de plus profond dans l'expérience de l'Église, par contre sa 'Sophia', en tant que formulation philosophico-théologique de cette expérience, n'est pas nécessaire, la théologie même du père Serge n'en a pas besoin."
Alexandre Schmemann, 1972

"Properly understood [Father Bulgakov's] account of holy wisdom opens up a way of thinking about – quite simply – life in Christ, life in the body of Christ, life in Christ's world, which gives us some remarkably challenging and resourceful ideas for coping with that bizarre environment in which we live called modernity."

Rowan Williams, 104th Archbishop of Canterbury, 2005

"The heritage of Fr. Sergius Bulgakov, one of the most outstanding Orthodox theologians of the twentieth century, has not yet been really studied in Russia either. Lossky’s and Metropolitan Sergius’ (Stragorodsky) criticisms of Bulgakov's “sophiology” were far from exhausting or closing the argument, but only the first phase of a discussion which has not yet gained momentum."
Bishop Hilarion Alfeyev, 1999
   
   

 

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