simulationslernen

ist die zentrale Innvoation der Arbeit mit dem Real Care® Baby. Es unterscheidet dieses Programm von anderen Ansätzen zur Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung.

Wie funktioniert die simulation?

Es weint, hat Hunger und will umsorgt werden – 7 Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag. Das Real Care® Baby sieht aus wie ein echter Säugling und simuliert zentrale Verhaltensweisen: z.B. gibt es Schluck- und Atemgeräusche von sich, gluckst zufrieden, wenn es gut versorgt wurde, reagiert mit Schreien auf grobe Behandlung, Schütteln und falsche Lage.

Der Simulator wird basierend auf Tagesabläufen echter Säuglinge programmiert. Nach einer Vorbereitungsphase versorgen die Jugendlichen „ihr Baby“ dann selbstständig während einer festgelegten Zeitspanne (ca. 3 bis 4 Tage und Nächte).

Die Teilnehmenden tragen während der Simulation ein unlösbares ID-Armband, welches sie als verantwortliche Person ausweist. Ein Computer zeichnet alle Pflegehandlungen detailliert auf: adäquate Versorgung ebenso wie Versorgungslücken oder spezielle Probleme, wie z.B. fehlende Kopfstütze, grobe Behandlung oder Schütteltrauma.

welche vorteile hat simulationslernen?

Die Simulation ist eine Methode des Experimentellen Lernens. Dabei wird die Wirklichkeit möglichst realitätsnah nachgebildet. Ein Modell (= ein Simulator) wird benutzt, um zielgerichtet experimentieren zu können. Die dabei gewonnenen Einsichten und Fähigkeiten werden anschliessend auf die Wirklichkeit übertragen.

Simulationslernen hat viele Vorteile, wie z.B. die Nachhaltigkeit des Lernerfolgs und die hohe Motivation der Teilnehmenden. Innerhalb einer Simulation können komplexe Aufgabenstellungen bearbeitet werden, auch wenn noch nicht alle Handlungskompetenzen beherrscht werden.

 

Departement für Sonderpädagogik - Petrus-Kanisius-Gasse 21 - 1700 Freiburg